‘LeseCafe’ Category Archives
May
Apr
Vougar Aslanov – Viel Luft, nichts dahinter
by admin in Autoren, LeseCafe
(Eigentlich sollte hier ein Bericht über den Stand des LeseCafes auf dem Frühjahrsmarkt Bad Camberg stehen)
Ich weiss nicht, was mit Vougar los ist (ich kanns mir denken, aber dazu später mehr)
Letztes Jahr um diese Zeit kam er mit dieser LeseCafe Sache an. Ich kann, ja, wie an anderer Stelle gesagt, zzT. dort nicht mitmachen, da er das LeseCafe auf Dienstag 19.00 gelegt hat und meinte, ich könne ja Dienstags den Laden zumachen.
Gut und schön, letztes Wochenende war Frühlingsmarkt, Vougar kam in meinen Laden, er sagte das LeseCafe gibt es noch, Karlheinz schickt ihn, sie haben oben auf dem Marktplatz einen Stand. Er gab mir ein paar Flyer und ich sagte ihm, dass ich mich freue, dass es das LeseCafe noch gibt, aber auch das ich den Stand leider nicht besuchen KÖNNE denn irgendwer muss ja im laden rumstehen.
Er versprach mir einen Bericht und Fotos. Das ich BEIDES nicht bekam, war abzusehen, aber das folgende dämliche eMail kommt nicht, ich bekomme den Bericht nicht, weil ich nicht mehr mitlese(n) (kann):
(Und dann will er mit mir BEFREUNDET bleiben? Was ist los Vougar? Sauer weil Du es nicht geschafft hast mich davon zu überzeugen Deinem Konzept der offenen Ehe zu folgen oder wie?!?)
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Hallo Iris!
Entschuldige, wenn ich dich auf einen Bericht von mir über den Frühjahrsmarkt mit Lesecafe warten lassen hatte.
Ich bin aber dazu gekommen, diesen Bericht nicht zu schreiben. Man muss das nicht tun, was man nicht will. Du wolltest bei uns nicht mehr lesen und hast du auch nicht mehr gelesen wie oft ich und Karlheinz dich darum nicht gebeten hatten. Es geht hier aber nicht um dich.
Ich habe dazwischen dein Homepage (Blog) gesehen. Du hast das sehr gut gemacht: Gratulation!
Ich möchte, dass wir mit dir Freunde bleiben, wenn auch nicht mehr zusammen lesen werden.
Ich wünsche dir alles Gute, weiterhin viel Erfolg und Glück!
Herzlich,
Dein Vougar
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WAS ist das nur für ein arrogantes A… loch?
Ja ich kann zzT. dort nicht lesen weil er und Karlheinz den Termin von Samstag Abend um 19.00 auf Dienstag 19.00 verlegt haben. Und wenn er deswegen sauer ist, WARUM KOMMT ER DANN HIER ÜBERHAUPT VORBEI?
Was soll diese Scheisse? Er ist der angeblich professionelle Autor.
Ich habe einen Laden und das ich Dienstags oft in der Klinik in H. bin weiss er auch.Ich würde gerne mal wieder lesen, aber ich kann Dienstags nicht, ist das so schwer zu kapieren oder wie?
Als er hier war habe ich ihm den zweiten Raum vom Laden gezeigt, da steht ein Tisch drinnen, um sich mit Freunden zu treffen UND um das auch geplante Autorentreffen zu machen. Habe ich ihm alles gesagt und auch das ich es GUT finde, dass es das LC noch gibt und dann sowas?
UND DU WILLST MIT MIR BEFREUNDET SEIN VOUGAR?
Nein, und nochmals NEIN, denn Freundschaft sieht für mich Anders aus, Entschuldige bitte, aber nicht SO.
Ach ja Vougar: Deine dauernden “Anschleichereien” von wegen Deine Ehe wäre so blöd ext. blah blubb, dein dauerndes Gefasel von offener Ehe ect.:
Wenn es sein muss, dass ich Dich erst mal ANZEIGEN muss um Dich und Dein aufgeblasenes männliches Ego loszuwerden – dann ist das halt so.
Meine Ehe ist kein Luftgebilde wie Deine, ich liebe Hajo und er ist mein Mann, wird es bleiben und basta.
Wenn Du hier noch einmal unter dem Vorwand des LeseCafes reinschleimst um mir dann irgendwlechen Müll zu erzählen:
Ich bin mit hajo verheiratet und ich werde es bleiben, Du kannst Deine so sehr erwünschte freie Ehe mit wem auch immer führen. Ich war an Dir als FREUND interessiert nicht als LOVER.
Und meine Nachbarin brauchst Du auch nicht mehr anzubaggern. Zwecklos.
Werde erwachsen, oder trage die Konsequenzen.
Mal sehen ob ichs richtig zusammenbekomme:
“Idi nachuj!!!”
Aus meinem Leben, aus meinem Laden aus meinem direkten Einzugsgebiet. Denn Du verletzt mich, meine Ehre als Frau und meine FAMILIE und wer meiner Familie zu NAHE tritt der kann froh sein wenn er hier nicht mehr auftaucht.
Ponjat?
Feb
Autoren Googeln – Wolfram Alster
by admin in Autoren, LeseCafe
Donnerstag nachts halb 4. Der Laptop ersetzt langsam die Heizung und ich googele mich durchs Web. Da ich mich grade nett mit Wolfram auf WKW unterhalte google ich ihn.
Er schreibt Bücher. Nun das ist nichts verwunderliches, nicht wenn ich ihn hier erwähne.
Im Moment lese ich grade “Poison”, der Start einer locker flockigen Krimireihe mit “schwulem Anklang”, eine Rezension gibts dann hier auch irgendwann aber erst mal die teilwiese lustigen Ergebnisse des Nacht-Googelns.
Wie gesagt POISON ist der erste Teil seiner Krimireihe, interessant das man das Buch dann auf eBay für 52 Euro unter: “Wissen für Kinder” findet.
Kleiner Screenshot:

Wie auch immer, hier sind die Krimis (ich habe sicher die Reihenfolge durcheindergewirbelt ….):
Poison, Bondage, Obsession, Schlampenfieber
Interessant ist, das Bücher, wenn auch nur ein Hauch Erotik drinnen ist kitschige Cover bekommen. Ok der Covertyp bei Schlampenfieber sieht aus als steht er unter Droge.
Dafür kann kein Autor etwas, aber ich finde es als Buchhändlerin immer wieder lästig Leuten erklären zu müssen dass, das Kitschbild einen guten Krimi, historischen Roman ect. verbirgt, oft so gut (inkl. rosa Buchschnitt) das niemand das Buch offen im Zug liest. Aber bevor ich hier zu sehr abschweife, ich war ja beim Autoren – Googeln.
Nun Wolfram schreibt auch Fantasy – nur finde ich davon nichts.
Aber ein nettes Interview habe ich gefunden:
Hier schimmert schon mal etwas der Humor durch, den ich schon auf den ersten Seiten von POISON entdeckt habe.
VON 100 FRANKFURTER KÖPFEN ist er auch einer.
Zitat: Ich war noch nie in den Gewölben unter dem Höchster Bahnhof …
Ich schon – ätsch
Ansonsten hat er keine eigene Homepage, oder ich bin zu blöd das Ding zu finden. JEdenfalls google ich jetzt noch ein wenig und lese Poison.
Feb
Das Lese Cafe ist wohl endgültig tot
by admin in LeseCafe
Ich wunderte mich ja schon, das ich, nachdem der Informationsfluss schon immer ein müdes Rinnsaal war, GAR KEINE Informationen von Vougar oder Karlheinz mehr bekam. Fakt ist:
Das LeseCafe als solache gibt es noch, wenn auch nicht als Lese Cafe – wohl eher als Kurklink Lesungen. Vollkommen uninteressant für Camberer Zuhörer oder gar Leute von weiter ausserhalb, damit treibt Vougar dann wohl seinen egozentrischen Autoren-Krampf auf die Spitze.
Dazu verwendet Vougar immernoch das MEIN LOGO, das er ja angeblich so schlecht fand. Und einen Hinweis auf diese Seite findet sich auch nicht mehr auf den Plakaten. Gut Jungs, dann gibts demnächst eine Rechnung für den Webspace hier und ich mache hier weiter mit… äh keine Ahnung.
ICH hätte den Webspace hier nicht gebraucht, ich habe das STORYSAMMLUNG FORUM, für Kurzgeschichten ect., dann habe ich mein privates Blog IRISBERGMANN.de, dazu noch meine KOPFWELTEN, gesperrt für die Öffentlichkeit. Dann meine alte Bilder- und Malereiseite JADDI.
Geschäftlich natürlich das INTER-QUARIAT.
Dazu kommen dann noch etwa 20 ungenutzte URLs. Aber was wird jetzt aus diesem BLOG?
Feb
Versprechen, das LeseCafe und anderer Blahfasel
by admin in LeseCafe
Vor einbigen Tagen, kurz vor dem zweiten Lesecafe 2010, rief mich Vougar an. Ein Redeschwall darüber wie siehr “die Anderen” mich vermissen würden, ergoss sich über mich. Nun ja, solange das LeseCafe Dienstags ist kann ich nun mal nicht. Eine halbe Stunde lang durcfte ich mir anhören das er das LeseCafe nicht ohne mich schafft ect..
Nun jetzt WAR das LeseCafe letzten Dienstag. Habe ich nach Vougars gejammer jetzt wenigstens einen Bericht zum letzten Lesecafe? Nein, ich kann nicht mal schreiben wer was gelesen hat – der Informationsfluss war ja schon früher immer ein Informationsumpf. Jetzt scheint der eingefroren zu sein.,
Falls DU das hier liest Vougar:
Du hast diese LeseCafe Sache angeleiert, Du bist der Profi und von Anfang an bekam diese Website für die ich immerhin 48 Euro gezahlt habe, kaum Informationen. Nun dann kann das Ganze ja nicht so wichtig sein wie Du mir dauernd am Telefon vorjammerst oder? Du bist Autor und Journalist – nun wo sind dennm die ganzen Berichte?
Jan
Das erste Lesecafe 2010
by admin in LeseCafe
Vougar Aslanov sagt, das Lesecafe findet in der Hohenfeldklink statt, Karlheinz Sellheim sagt, im Cafe Stern. Ich weis also nichts Genaues.
Nur das es HEUTE um 19.00 stattfindet. Wenn im Cafe Stern niemand ist, einfach ein Stückchen weiter die Strasse hoch gehen, rechts ist die Hohenfeld Klink. Soweit ich weissm, ist der Veranstaltungssaal unten neben dem Verbindungsgang zum Cafe der Kurklink.
Ich bin jedenfalls bis mindestens 19.00 im Inter-Quariat, wer also den Weg nicht findet kann hier erst mal vorbeirollen.
EDIT:
Ein Bericht von Karlheinz Sellheim:
Das erste Lesecafe im neuen Jahr kann durchaus als guter Anfang gewertet werden.
Die anwesenden Gäste waren durchweg positiv eingestellt und obwohl die Themen diesmal vielleicht ein wenig kriegs- und nachkriegslastig waren, war das keinesfalls störend. Die Gastautorin, Frau Höhfeld, aus Frankfurt am Main hatte mit ihren Gedichten und Erzählung für eine tolle Bereicherung gesorgt und damit gezeigt, dass das Camberger Lesecafe in der Breite so gut wie alle Themen der Literatur bedient.
Auch über die anschließende Diskusionsrunde (dauerte eine gute Stunde) kann nur positives gesagt werden.
Die nächsten beiden “Lesecafes” finden, auf Vorschlag der Hohenfeldklink, in der Hohenfeldklinik, Hohenfeldstraße 12-14 in Bad Camberg statt. Zu diesen Terminen ist das “Lesecafe” auch fest in den Veranstaltungsplan der Klinik aufgenommen.
Die Termine sind also am 02.02. und 02.03.2010 und beginnen jeweils um 19.30 Uhr.
Wie Iris richtig geschrieben hat im Tiefgeschoss, auf dem Gang zum Cafe der Klinik.
Auch sind die Einwohner Bad Cambergs und der Umgebung hierzu recht herzlich eingeladen.
Der Eintritt ist wie immer frei.
Dec
[Kurzgeschichte] Die armen Kinder wohnen in Afrika
by admin in Geschichten, LeseCafe
Eine kleine Weihnachtsgeschichte von Iris Bergmann
Die armen Kinder wohnen in Afrika …
Vom Weihnachtsmarkt klang festliche Musik hinauf in den dritten Stock. Auch die Fenster der Wohnung im alten herrschaftlichen Haus waren mit weihnachtlichen Lichtern geschmückt und warfen ein sanftes Licht in den mit Stilmöbeln ausgestatteten Raum. Es war kein echter Kamin, der da noch mehr Feststimmung verbreitete, sondern einer der neuen edlen gasbetriebenen Kamine. Die Marmoreinfassung war so echt, wie bei einem Holzkamin und man musste sich die Hände dreckig machen beim Holznachlegen. Trotzdem lagen einige Holzscheite dekorativ in einem extra angefertigten Edelstahlkorb. Der Bedienstete der die Gaskartuschen des Kamins regelmäßig austauschte, sorgte auch dafür, dass das Holz nicht einstaubte.
Die Herrin über 200 Quadratmeter Luxus, Helene von Sochrow saß entspannt auf ihrem Sofa aus Büffelleder. Eine Nerzdecke wärmte ihre Knie, darauf lag ihr treuer Perserkater und schnurrte wohlig. Ein kleiner Wink in Richtung Ngutu und dieser ließ die Leinwand von der Decke herunter, schaltete den Projektor an, der die normalen Nachrichten in Kinoqualität bereitstellte. Ein weiterer Wink und Ngutu reichte ihr die Fernbedienung. Lustlos schaltete Helene durch die Programme. Sie wartete auf ihre Freundin Sarina um mit ihr über den Weihnachtsmarkt zu gehen. Plötzlich blieb sie bei einem Werbespot hängen. Traurige Musik, große Kinderaugen.
“Helfen sie diesen Kindern im Senegal, sie haben keine Eltern mehr. Sie flüchteten vor der Gewalt und Krieg, oder wurden von ihren Verwandten zurückgelassen. Mit jedem Anruf spenden sie fünf Euro für diese Kinder.”
Helene griff nach ihrem Telefon und wählte die Nummer, wieder und wieder. Die Langeweile und das Warten auf ihre Freundin hatten sie wie immer empfänglich für das gut in Szene gesetzte Leid der afrikanischen Kinder gemacht. Dann klingelte es. Helene setzte ihren Kater auf den Boden, der protestierend maunzte. Sie ging zur Gegensprechanlage, endlich war ihre Freundin da.
“Ngutu, bis ich zurück bin lerne die nächsten fünf Vokabeln”, befahl sie ihrem Bediensten.
“Natürlich Frau von Sochrow”, sagte er in fast perfekten Deutsch. Sie sorgte dafür das er ordentlich lernte und sprach, schließlich konnte sie ihn jederzeit gegen einen anderen jugendlichen aus Afrika ersetzen.
Ngutu öffnete ihr die Tür und Helene ging ohne einen weiteren Blick zu ihm nach unten.
“Es hatte doch etwas Gutes, dass du Dich verspätet hast, so habe ich für einige arme Kinder in Afrika gut und gerne 50 Euro gespendet”, Helene hakte sich bei Sarina ein und erzählte ihr von der praktischen Art zu spenden. Einfach nur anrufen, so oft man wollte und ein afrikanisches Kind mit großen, traurigen Augen bekam etwas zu essen. Einfacher als jede Online-Überweisung.
Sie schlenderten durch die mit geschmückten Marktbuden vollgestellte Innenstadt. Überall erklang weihnachtliche Musik, glitzerte und glänzte es Festlich.
“Sieh nur der Baum, dafür haben wir gespendet”, sagte Sarina stolz. Die Tanne, die mitten auf dem Marktplatz stand, war das Ergebnis eine Spendenaktion der Stadt. Das Geld kam einem Brunnenprojekt im fernen Afrika zugute.
“Nur schade, dass sich jeder der auch nur zwei Euro gespendet hat, ebenfalls eine Dankesurkunde ins Wohnzimmer hängen darf”, sagte Helene und schüttelte den Kopf. “Da ist das Papier sicher teurer gewesen als die Spende, stelle Dir das mal vor, wir spenden dreitausend Euro und bekommen die gleiche Urkunde.”
“Wenigstens hast du durchgesetzt, dass man unsere Namen auf ein Schild am Brunnensockel graviert”, tröstete sie Sarina und zog einen Flyer aus ihrer Manteltasche.
“Hier werden wir auch als Hauptspender erwähnt.” Sie drückte ihrer Freundin das Faltblatt in die Hand.
Sie schlenderten zu einem Glühweinstand und kauften sich einen neuen Becher samt Glühwein. Aus einem schon von anderen Leuten benutzten Becher zu trinken, wäre den beiden Frauen nicht eingefallen.
Plötzlich durchbrach eine Kinderstimme Helenes Überlgungen zu gebrauchten Bechern.
“Mami bekomme ich einen Kinderpunsch? Biiitteeee.” Sie blickte zu dem Kind und der Mutter. Ein Junge, vielleicht fünf oder sechs Jahre alt. Er trug saubere aber abgewetzte Jeans und einen ausgebleichten grünen Parka in den jemand einen roten Reissverschluss nachträglich eingenäht hatte. Per Hand genäht, recht ordentlich, aber wie konnte man ein Kind nur in solch abgetragenen Sachen herumlaufen lassen, fragte sich Helene.
“Der kostet drei Euro Mirko, das können wir uns nicht leisten. Zuhause mache ich dir einen warmen Orangensaft.”
“Wir haben doch gar keinen Saft mehr.”
Der Kleine fing leise an zu weinen.
“Ich habe noch einen Euro, lass uns zum Supermarkt gehen, ich kaufe Dir Orangensaft. Ja?” Die Mutter streichelte über das anscheinend selbst geschnittene Haar des Jungen. Der Junge weinte noch immer und seine Mutter hob ihn hoch und drückte ihn tröstend an sich. “Weist du was? Wenn du nachher schläfst gehe ich nochmal raus und gucke ob ich genug Pfandflaschen finde. Dann kommen wir morgen noch einmal her.” Der Kleine schniefte und sah sehnsuchtsvoll zum Getränkestand. Dann vergrub er das Gesicht im fusseligen Wollmantel seiner Mutter. Diese sah auf das Schild mit den Preisen und schien zu überlegen wie viele Pfandflaschen sie brauchte für einen Punsch, dann ging sie langsam davon.
Helene schüttelte den Kopf.
“Unglaublich, wahrscheinlich gibt sie das ganze Geld für Alk aus und für ihr Kind bleibt nichts. Sieh nur wie ungepflegt sie ist.” Helene zog Sarina einen Schritt beiseite damit diese jan nicht in Kontakt mit der Mutter kam. Das Weinen wurde leiser als die Frau sich mit ihrem Kind entfernte.
“Nicht mal drei Euro für den Kleinen, unmöglich”, Helene nahm einen Schluck Glühwein.
“Sie hätten ihr das Geld ja geben können, nicht jeder hat Geld für einen Pelzmantel und fette Klunker an den Fingern”, ein vielleicht fünfzehn Jahre altes Mädchen sah Sarina und Helene voller Verachtung an. Sie hatte bunte Haare, ihre Lippen und Ohren waren mit silbernen Ringen geschmückt und ihre Klamotten sahen weder warm noch ordentlich aus. Sie ging zum Glühweinstand und zählte zwei Euro achzig auf den Tresen.
“Einen Kinderpunsch bitte. Den Rest bekommen Sie morgen, garantiert, ist für den Kleinen eben.”
“Kein Problem, geht aufs Haus”, die Marktstandbetreiberin schob ihr das Kleingeld zurück. Das Mädchen lächelte und warf dann einen Blick auf den Flyer den Helene immer noch in der Hand hielt.
“Schöner Hochglanzmist, Geld für Afrika und hier die Augen zumachen, typisch.” Das Mädchen nahm den Punsch entgegen und wuselte dann durch die Menge, dem Weinen hinterher.
ENDE
Copyright 2006 Iris Bergmann
Dec
Termine 2010
by admin in LeseCafe
Liebe Blog Besucher,
da ich so gut wie keine Informationen bekomme, kann ich nur sagen, dass aber jetzt das LeseCafe in der Hohenfeld Klink in Bad Camberg stattfindet. Soweit ich weis jeden ersten Dienstag im Monat um 19.00 Im Januar allerdings in der zweiten Woche.
12. Januar / 02. Februar / 02. März / 06. April / 04. Mai / 01. Juni
Da ich keine Presserberichte ect. bekomme, werden sich hier jetzt Autorenportraits, Geschichten ect. finden.
Dec
Anscheinend will man mich “raushaben”
by admin in LeseCafe
Das hier wird wahrscheinlich der letzte Eintrag zum Lesecafe in Bad Camberg, bevor ich die Domain privat nutze.
Warum? Ohne mir einen Ton zu sagen, wurde das Lesecafe vom üblichen letzten Samstag im Monat auf den 12. Januar verlegt. Es war zwar schon mal angesprochen worden, dass es denkbar wäre das LC unter der Woche zu machen, aber das ich da nur MITTWOCHS kann, ist ja egal. Also Dienstag – das ist dann ja so traurig wenn Leute die Arbeiten keine Zeit haben. Ich kann nicht um 18.30 die Kunden rauskicken um, um 19.00 im Lesecafe zu sein. Da hoch brauche ich etwa 20 Minuten, bis der Laden zu ist, ist es aber eh schon 19.00
Besprochen wurde das natürlich in den 4 Tagen die ich in Bayern war, man konnte mich nicht erreichen. Komisch nur, ich wäre durchaus per eMail / Handy erreichbar gewesen. Und Vougar wusste vorher durch Hajo, das wir Samstags wiederkommen, dann hätte man das Treffen statt Freitag auch am Samstag machen können. Das überhaupt ein LC Treffen stattfindet finde ich eh suspekt, vorher haben alle gesagt im Dezember ginge GAR NICHTS. Weder Lesecafe noch Treffen weil ja jeder Weihnachtsvorbereitungen erledigen muss.
Ach ja, ich darf mal wieder Arsch für Alle spielen: Die Plakakte darf ich für den 12ten Januar machen, auch wenn ich da arbeiten muss.
Von mir aus können Vougar und Karlheinz ihren Eogtrip fahren, ich mache da nicht mehr mit.
Es ist ja auch nie gut genug was ich mache, seien es die Plakate oder das Logo fürs LC. Und das sich mal einer bedankt hat oder einen Anteil bezahlt hat am LC Strassenaufsteller (waren immerhin 20 Euro Material, Arbeitszeit nicht mitgerechnet) – die doch nicht.
Ach ja, man hat mir ja auch quasi vorgehalten, das meine eher lockere SF Geschichte, bei der letzten Lesung, nicht so recht hinter Jürgens Geschichte aus dem 2. WK. passte. Habe ich die Einteilung der Lesung gemacht oder was? Erst überziehen die anderen Leser bis sonstwohin zeitmässig, das die Zuhörer schon genervt sind und dann werde ich hinten drangequetscht und bin dann auch noch der Buhmann? Vougar, Max und Jürgen lesen jeweils über 30 Minuten und dann wundern die sich wenn die Lesung zu lange gedauert hat?
Ich war menschlich noch nie so enttäuscht wie von diesem gemauschel.
Dec
Bericht zum Lesecafe am 28. November von VOUGAR ASLANOV
by admin in LeseCafe
Bericht zum Lesecafe am 28. November von VOUGAR ASLANOV

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Ein nächstes Treffen im Camberger Lesecafe fand am 28. November statt. Diesmal waren die Le-sungen besonders gut besucht. Den Abend eröffnete Kurt Mons mit einem englischen Liebeslied.
Von vier Autoren, die an diesem Abend auftraten, kam Vougar Aslanov mit den Schlussszenen seines Theaterstücks „Chosrow und Schirin“ als erster zum Wort. Das war eher der Versuch einer szenischen Lesung zusammen mit anderen Darstellern. Obwohl die Rollen nicht von allen gut dargestellt waren, hörten die Besucher das traurige Ende dieser Liebesgeschichte mit großem Interesse.
Max Neumann aus Frankfurt wurde diesmal als Gastautor zum „Camberger Lesecafe“ eingeladen. In seiner Geschichte “Der Verkauf” ging es um die Psychologie hinter einem Verkaufsgespräch, das zwei Verkäufer miteinander führen. Die Geschichte spielt verschiedene Ausgangsmöglichkeiten dieses Verkaufsgesprächs durch. Das Erzählte von Neumann war auch sehr humorvoll und brachte manchmal die Zuhörer zum Lachen bis zu Tränen.
Nach dieser lustigen Geschichte kam wieder etwas Trauriges: Jürgen Georg Schulz las die Auszüge aus seinem Roman „Die Kinder kommt heim. Es ist Krieg!“ Über die Leiden und Tragödie der Deutschen im Zweiten Weltkrieg wird kaum gesprochen. Man spricht immer davon, wie die anderen Völker von Wehrmacht betroffen waren. Was ist denn aber mit den deutschen Frauen, Kindern und Alten, die große Leiden während der Offensiven der Alliierten hatten? Dieser Roman zeigt wieder, dass noch viele Fragen des Zweiten Weltkriegs offen sind.
Iris Bergmann stellte ihre neue Science-Fiction-Geschichte vor. „Paarungsrecht“ ist eine Notiz im Tagebuch einer Muse, die sich mit Philosophie der Paarung beschäftigt ist und den Mitbewohnern ihrer schöner Umwelt in dieser wichtigen Frage helfen will. Wie auch die anderen Werke von Bergmann ist diese Geschichte gespannt und schön geschrieben.
Mons sang zum Ende des Abends ein Lied über die Träume der Menschen von Frieden.
